Zu Beginn der Sitzung befasste sich das Gremium mit der Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes im Bereich des Freizeitparks Edelwies und der Aufstellung eines qualifizierten Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Oberes Feld“. Hierzu wurden die vom Büro mks Architekten aus Ascha ausgearbeiteten Entwürfe aufgezeigt und vom Gemeinderat gebilligt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchzuführen.
Zur Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Ziegelfeld“ wurden die im Rahmen der erneuten beschränkten Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen zur Kenntnis genommen und der Abwägungsbeschluss auf Grundlage der Empfehlung des Architekten Hagn gefasst. Das Gremium beschloss dann das Deckblatt Nr. 2 zum Bebauungs- und Grünordnungsplan „Ziegelfeld“ als Satzung.
Anschließend wurde dem Gemeinderat das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 vorgelegt. Das Haushaltsjahr 2025 schließt in den Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 4.520.309 und im Vermögenshaushalt mit 3.143.300 Euro. Das Gremium nahm das Ergebnis zur Kenntnis und fuhr mit der Beratung und Beschlussfassung zum Haushaltsplan 2026 fort. Kämmerer Mario Ehrnböck erläuterte den Vorbericht und die wichtigsten Haushaltszahlen sowie die Finanzplanungsdaten und den Stellenplan. Nachdem keine Einwände vorlagen, stimmte das Gremium dem vorgelegten Haushaltsplan samt Anlagen sowie dem Finanzplan 2026 bis 2029 zu. Die Realsteuerhebesätze liegen in diesem Jahr bei 425 Prozent bei der Grundsteuer A, 230 Prozent bei der Grundsteuer B beziehungsweise 380 Prozent bei der Gewerbesteuer. Anschließend wurde die Haushaltssatzung 2026 mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4.912.300 Euro im Verwaltungshaushalt und 2.122.600 Euro im Vermögenshaushalt, also einem Gesamtvolumen von 7.034.900 Euro, erlassen.
Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt stellen der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 1.442.100 Euro und die Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 600.000 Euro dar. Im Bereich der Grundsteuer wird insgesamt mit Einnahmen in Höhe von 249.200 Euro gerechnet, die Betriebskostenförderung für den Kindergarten beträgt 483.500 Euro.
Gleichzeitig stehen auch Ausgaben im Verwaltungshaushalt zu Buche, beispielsweise Personalausgaben als größter Posten mit 1.672.400 Euro, gefolgt von der Kreisumlage mit 1.434.900 Euro. Die VG-Umlage beträgt 392.400 Euro und die Schulverbandsumlage 125.700 Euro.
Im Jahr 2026 sind Investitionsmaßnahmen in Höhe von 552.600 Euro für Grundstücksankäufe und 441.400 Euro für den Brandschutz, nämlich die Restzahlung für das Feuerwehrfahrzeug HLF 10 und den Ankauf digitaler Sirenen eingeplant, um die beiden größten Ausgabenansätze zu nennen. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde können anderweitig nur kleinere Instandhaltungsmaßnahmen, beispielsweise im Bereich der Wasserversorgung in Höhe von 63.000 Euro, im Bereich der Straßen in Höhe von 32.000 Euro sowie die Restzahlungen für die Außengestaltung der Grundschule mit Allwetterplatz in Höhe von 40.000 Euro angegangen werden. Auch Beträge für den Ankauf von Ausstattung für den Bauhof oder die Kindertagesstätte in Höhe von jeweils 10.000 Euro sind eingeplant.
Durch umfangreiche Einsparmaßnahmen kann daher die geplante Neuverschuldung im Jahr 2026 gering gehalten werden; es besteht ein voraussichtlicher Kreditbedarf in Höhe von 121.400 Euro bei einer geplanten Tilgung in Höhe von 212.800 Euro, weshalb die Pro-Kopf-Verschuldung von 1.430 Euro auf voraussichtlich 1.381 Euro sinkt.
Weiter ging es mit einem Bauantrag auf Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses auf zwei Wohneinheiten in Inderbogen 17 und einer Bauvoranfrage zur Errichtung eines Austragshauses in Lohhof 1, zu denen jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden konnte.
Am Ende der öffentlichen Sitzung stellte Bürgermeister Matthias Wallner die Empfehlung des Gemeindeentwicklungsausschusses zur Einführung eines Gästeumwelttickets – kurz: GUTi – ab dem Jahr 2027 vor, das Anfang Februar von Christina Wibmer von der GUTi Koordinierungsstelle vorgestellt wurde. Das Ticket ist für alle Übernachtungsgäste gedacht und wird diesen von den Hotels und Gästehäusern automatisch ausgestellt. Mit diesem Ticket können die Urlaubsgäste den öffentlichen Personennahverkehr in allen teilnehmenden Gemeinden bzw. Landkreisen (insbesondere Gemeinde St. Englmar sowie Landkreise Regen, Cham, Freyung-Grafenau) kostenlos nutzen. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf derzeit 0,55 Euro je Übernachtung, diese könnten über den Kurbeitrag umgelegt werden. Das Gremium beschloss gemäß der Empfehlung des Gemeindeentwicklungsausschusses, das GUTi ab 2027 einführen zu wollen und dann im Laufe des Jahres 2027 über eine Erhöhung des Kurbeitrages ab 2028 zu beraten. Ferner informierte der Bürgermeister, dass bei Trauerfällen den Angehörigen das Rathaus Neukirchen als Ansprechpartner und außerhalb der Dienstzeiten Serena Reiner für Erstinformationen zur Verfügung steht.
Wallner gab abschließend einen Rückblick auf vergangene Termine bzw. eine Vorausschau auf die anstehenden Veranstaltungen in der nächsten Zeit, ehe das Gremium sich in der nichtöffentlichen Sitzung mit Grundstücks- und Vertragsangelegenheiten sowie mit Vorkaufsrechtsanfragen befasste.


































