Den Auftakt gestaltete die Regensburger Fotografin Rose Heuberger mit ihrem Projekt „Ist das Dorf jetzt ein Museum?“. In der Pfarrkirche St. Martin zeigt sie Fotocollagen, die das Leben in Neukirchen im Jahr 2012 dokumentieren. Ergänzt werden die Bilder durch historische Tonaufnahmen, in denen der Müller Josef Zollner und die Laumer Nandl aus ihrem Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählen. Besucher können die Aufnahmen selbst abspielen und so Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise miteinander erleben. Die Ausstellung ist bis Mitte September in der Pfarrkirche zu sehen.
Bei der Eröffnung hob Pater Simeon hervor, dass der Titel „Zwischen_Menschen“ die Beziehungen der Dorfbewohner untereinander und deren Entwicklung über die Jahrhunderte treffend widerspiegele. Gerade deshalb passe die Ausstellung hervorragend in den Kirchenraum. Bürgermeister Matthias Wallner betonte, dass ein Dorf nicht allein von seiner Geschichte lebe, sondern vor allem von den Menschen, die seine Zukunft gestalten.
Bis zum 13. September präsentieren insgesamt zehn Künstlerinnen und Künstler wöchentlich neue Werke und Performances im öffentlichen Raum. Die kostenfrei zugänglichen Arbeiten entstehen an verschiedenen Orten im Dorf und lassen Neukirchen Schritt für Schritt zu einer offenen Galerie werden. Manche Kunstwerke sind sofort sichtbar, andere müssen von den Besuchern erst entdeckt werden. Organisiert wird das Projekt von Renate Haimerl-Brosch und ihrer Tochter Vera Brosch, die gemeinsam das Atelierhaus für Kunstschaffende in Neukirchen leiten. Unter dem Leitgedanken „Zwischen_Menschen“ beschäftigen sich die Künstlerinnen und Künstler mit den Beziehungen zwischen den Menschen sowie zwischen Mensch und Natur, die das Dorf seit seiner Besiedlung prägen. Die Werke schlagen dabei eine Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft und eröffnen neue Blickwinkel auf die Geschichte und das Zusammenleben in Neukirchen. Mit der öffentlichen Ausstellung möchten die Organisatoren insbesondere Menschen ansprechen, die bisher wenig Berührung mit Kunst hatten. Durch die frei zugänglichen Installationen und Performances soll Kunst unmittelbar erlebbar werden und den öffentlichen Raum auf besondere Weise bereichern. Weitere Infos unter atelier-punkt.de




























