Volkstrauertag in Neukirchen begangen

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Am Sonntag, 23. November gedachte die Pfarrgemeinde den Opfern der beiden Weltkriege und aller gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden der Krieger- und Soldatenkameradschaft Neukirchen-Obermühlbach. Ebenso wurde Bezug zu den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine gegeben.

Volkstrauertag 2025Ingrid Six

Die Krieger und Soldatenkameradschaft Neukirchen-Obermühlbach zusammen mit den Vereinsabordnungen beim Gedenken zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal.

Im Gottesdienst gedachte Pater Simeon allen Opfern von Gewalt und Menschenrechtsverletzung. Es zeigt sich dabei deutlich, wie zerbrechlich der Frieden, an den wir uns gewohnt haben, ist. Weiterhin betonte er, dass die Christen die meist verfolgte Religionsgemeinschaft weltweit sind und in einer Gesellschaft, in der die Religionsausübung unterdrückt wird, etwas nicht in Ordnung sein kann. Bei der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal betonte Bürgermeister Matthias Wallner, dass vor 80 Jahren der Zweite Weltkrieg endete. Über 60 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon Zivilisten, verloren im zweiten Weltkrieg ihr Leben durch kriegerische Handlungen, Völkermord in Lagern, Bombardierung, Flucht und Vertreibung. Etwa 6,3 Millionen Deutsche starben, keine Familie blieb von den Auswirkungen des Krieges verschont. Die Menschen hatten sich in weiten Teilen Europas nach 1945 an ein Leben in Freiheit, Demokratie und Frieden gewöhnt. Seit einigen Jahren erleben wir wieder eine Zeit vermehrter Unsicherheit. Putins Aggressionen stellen uns vor nie dagewesene Herausforderungen. Aber „Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Und fast nichts, was aktuell in der Ukraine passiert ist neu. Hier werden die Kindheitserinnerungen unserer Eltern und Großeltern wieder schreckliche Realität“ so Wallner. Der Volkstrauertag 2025 gibt also umso mehr Anlass, das Augenmerk zurück und auch nach vorne zu richten. Alle Teilnehmer des Volkstrauertages setzen gemeinsam durch das Gedenken an die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaften ein Zeichen. Den toten Soldaten ist in Ehre und Dankbarkeit zu gedenken und zu beten, dass unser Land in Zukunft vor neuen Katastrophen verschont werden möge. Daraufhin legte der Vorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft Neukirchen-Obermühlbach, Max Oswald, im Namen aller Bürger der Gemeinde Neukirchen einen Kranz am Ehrenmal nieder.