Zu Beginn der Sitzung wurde dem Gemeinderat das Ergebnis der Jahresrechnung 2024 vorgelegt. Das Haushaltsjahr 2024 schließt in den Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit 5.080.025 und im Vermögenshaushalt mit 2.638.423 Euro. Das Gremium nahm das Ergebnis zur Kenntnis und fuhr mit der Beratung und Beschlussfassung zum Haushaltsplan 2025 fort. Kämmerer Mario Ehrnböck erläuterte den Vorbericht und die wichtigsten Haushaltszahlen sowie die Finanzplanungsdaten und den Stellenplan. Nachdem keine Einwände vorlagen, stimmte das Gremium dem vorgelegten Haushaltsplan samt Anlagen sowie dem Finanzplan 2025 bis 2028 zu. Die Realsteuerhebesätze liegen in diesem Jahr bei 340 Prozent bei Grundsteuer A, 185 Prozent bei der Grundsteuer B beziehungsweise 360 Prozent bei der Gewerbesteuer. Anschließend wurde die Haushaltssatzung 2025 mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4.949.800 Euro im Verwaltungshaushalt und 4.256.800 Euro im Vermögenshaushalt, also einem Gesamtvolumen von 9.206.600 Euro, erlassen.
Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt stellen die Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1.400.000 Euro und der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 1.389.600 Euro dar. Im Bereich der Grundsteuer wird insgesamt mit Einnahmen in Höhe von 193.500 Euro gerechnet, die Betriebskostenförderung für den Kindergarten beträgt 448.800 Euro. Gleichzeitig stehen auch Ausgaben im Verwaltungshaushalt zu Buche, beispielsweise Personalausgaben als größter Posten mit 1.726.200 Euro, gefolgt von der Kreisumlage mit 1.273.500 Euro. Die VG-Umlage beträgt 348.300 Euro und die Schulverbandsumlage 183.800 Euro.
Im Jahr 2025 sind Investitionsmaßnahmen in Höhe von 725.000 Euro als Restzahlungen für die Errichtung eines Hortes und 441.000 Euro für verschiedene Kanalsanierungen eingeplant, um die beiden größten Ausgabenansätze zu nennen. Der erste Teil des Ankaufs eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 10 für die Feuerwehr Neukirchen sowie die Ausstattung mit digitalen Sirenen stehen mit 274.200 Euro zu Buche, für den allgemeinen Grundstückskauf sowie für den Grunderwerb zur Entwicklung von zukünftigen Baugebieten sind 440.300 Euro eingeplant. Für das Regenrückhaltebecken im Waldweg sind 200.000 Euro angesetzt, der Abbruch des ehemaligen Gasthauses Laschinger und die Umgestaltung der Dorfmitte sind in diesem Jahr mit 180.000 Euro eingeplant. Der Haushalt sieht aber auch kleinere Investitionsmaßnahmen vor, beispielweise die Anbringung eines Sonnenschutzes an der Grundschule, den Kauf von Außenspielgeräten für die Kindertagesstätte oder Ausgaben für die Straßenbeleuchtung für jeweils 20.000 Euro. Damit diese umfangreichen und vielfältigen Maßnahmen umgesetzt werden können, ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 1.669.400 Euro im Haushaltsjahr 2025 eingeplant. Sollten alle Projekte tatsächlich in 2025 umgesetzt werden, würde die Pro-Kopf-Verschuldung von 939 Euro zu Jahresbeginn auf 1.460 Euro zum Jahresende steigen.
Weiter ging es mit den Ersatzbeschaffungen im Jahr 2025 für die drei Ortsfeuerwehren. Hierzu informierte Erster Bürgermeister Matthias Wallner über die geplante Beschaffung von Ausstattungsgegenständen sowie neuen Schutzanzügen. Der Gemeinderat genehmigte die Beschaffung von je sieben Schutzanzügen in 2025 und fünf weiteren Anzügen in den nächsten fünf Jahren für die Feuerwehren Obermühlbach und Sparr zum Preis von jeweils 800 Euro und einer Kostenbeteiligung von einem Siebtel durch den Feuerwehrverein. Die Entscheidung über die Bestellung von 30 Schutzanzügen für die Feuerwehr Neukirchen wurde zurückgestellt und soll in der nächsten Sitzung behandelt werden.
Weiter ging es mit der Beschaffung von Strom für die Jahre ab 2026. Nachdem die Zusammenarbeit mit der KUBUS GmbH, die im Auftrag des Bayerischen Gemeindetages die Stromausschreibungen für viele bayerische Gemeinden durchgeführt hat, beendet wurde, beriet der Gemeinderat über die zukünftige Handhabung der Stromausschreibungen. Es wurde beschlossen, die Stromausschreibung zukünftig selbständig durchführen zu wollen.
Sodann wurde die erste Änderungssatzung zur Friedhofsgebührensatzung erlassen, die aufgrund der Preiserhöhungen des Bestattungsinstitut notwendig war.
Zu den vorliegenden Bauanträgen auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage, Anbau und Stellplatz im Bühler Feld 10 und Anbau von Garagen an die bestehende Garage in der Bogener Straße 3 konnte jeweils das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden.
Als letzter Punkt stand der Breitbandausbau auf der Tagesordnung. Die Gemeinde Neukirchen stellte bereits im Spätsommer 2024 ein Förderantrag für den restlichen Glasfaser-Ausbau im Gemeindegebiet und erhielt auch einen Förderbescheid über eine Zuwendung in vorläufiger Höhe. Die Gemeinde ist verpflichtet, einen Beschluss über die Sicherung der Gesamtfinanzierung zu fassen. Das Projekt ist mit Gesamtkosten von rund 4.185.000 Euro veranschlagt, wobei die voraussichtliche Förderquote des Bundes bei 50 % und die Co-Finanzierung des Freistaates Bayern bei 40 % liegt. Das Gremium beschloss, die weiteren Verfahrensschritte einzuleiten. Die erforderlichen finanziellen Mittel sind in voller Höhe bereits im Haushalts- und Finanzplan angesetzt.




























